The Metal Observer

Review: Palmer – This one goes to eleven

Matt

There are some Metal genres that I don’t understand. I try to keep an open mind towards everything I listen to, and along with my focus on ‘music in context’ – I happen to enjoy something of everything I listen to, even if I don’t understand it. PALMER is one of those bands. I can fully understand why individuals may enjoy their music…and the band is extremely talented…but I found myself dazing quite a bit with their debut release, “This One Goes Till Eleven”.

The self dubbed ‘Noisecore’ band, PALMER uses a lot of modern and classic sounds integrated together to create a very progressive sludge sound on this album that is truly hard to make comparisons too. One can’t deny that they band is unique in many ways including how it structures its music. The slow, plodding pace of most of the album keeps the beast of an album in a good general direction even if it hinders some of the directions the band could have followed.

An interesting blend of heavy sludge laden riffs and melodic interludes, the music on “This One Goes Till Eleven” is a combination of simplicity and thoughtfulness as the band transverses Jazz interludes (“Bitter Sweet Revenge” in particular) to BLACK SABBATH structures. Of course, I enjoyed PALMER more on the faster songs (maybe that’s just the Thrash fan in me coming out) but their ability to smoothly change sounds is impressive too.

I found myself wanting more from the album though. The odd vocal arrangements, ranging from a Metalcore bark to vocal noises in the background, kept me interested but after the first song I felt as though I already knew where the band was heading. This album failed to latch on and take me for a ride. I do know that fans of HIGH ON FIRE or MASTODON may very well enjoy this album immensely.

A talented group of band members, I thought after “Shedding Skin” that I was in for a real progressive ride. I ended up feeling like I was going in circles instead. I could have used a little more variety but it’s still a solid album.

Songs to check out: “Shedding Skin”, “Bitter Sweet Revenge”, “Temptation”.

BurnYourEars.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Chris

Was macht den Unterschied? Was können PALMER, was andere Bands aus dem immer unübersichtlicher werdenden Sludge/ Post-Hardcore-Sektor nicht können? Klingen doch eh alle gleich, oder? Stimmt schon, letztlich ist das einfach Geschmacksache. Aber für meine Ohren haben die Schweizer den Bogen raus, wie man ein spannendes Album konzipiert, ohne die drölfzigste NEUROSIS- oder ISIS-Kopie zu sein, sich ewig langen Spannungsaufbauten zu widmen, um dann am Ende – ach wie originell – alles mit groß viel Getöse wieder einzureißen. PALMER hauen vielfach sofort in die Fresse und versprühen neben Atmosphäre auch Leidenschaft. Und dass diese hörbar wird, erlebt man nicht ganz so oft.

Zum einen liegt die Stärke von „This One Goes To Eleven“ im puren Soundvergnügen, dem Klang, der Dich einfach niederwalzt. Satt, satter, am sattesten, und das gilt für Gitarren, Schlagzeug und Reibeisen-Stimme Steve Diener. Glückwunsch für den 1-a-Job an die Jungs von GURD, denn VO Pulver und Franky Winkelmann haben die Platte in ihrem „Little Creek Studio“ gemischt und gemastert.
Zum anderen reißt mich die Musik einfach mit, diese modernen Riffs, die durch den Verlangsamungs-Wolf gedreht und mit dezent eingestreuten Noises unverbraucht und doch gewohnt klingen. Auch die Dramaturgie der Songs funktioniert für mich einfach besser als auf vergleichbaren Platten. Vielleicht liegt’s an der frischen Schweizer Luft, die uns neben KRUGER nun die zweite herausragende SludeCore-Band auf die Oberfläche wirbelt. Damals beschrieb ich KRUGER als „brachial aber stets zugänglich“, ohne „besonders kompliziert oder gewollt abgefahren zu agieren“. Und genau das trifft auch auf PALMER zu, die schon seit 2000 existieren, 2004 ihre erste EP veröffentlicht und bereits Touren mit BLOOD FOR BLOOD, HARMFUL oder besagten GURD hinter sich haben.

Wie immer gilt: Reinhören müsst Ihr selber. Wer sich bei KRUGER und Co. heimisch fühlt, sollte das unbedingt tun.

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Metalglory.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Toby

Die Schweizer PALMER bestehen schon seit 2000 haben aber erst eine EP („Demo“ – 2004) und seit Ende 2007 ihr Debütalbum draußen, welches auf den Namen „This One Goes To Eleven“ hört. Acht Songs und ein Instrumental werden in 43 Minuten geboten.

PALMER bewegen sich in den Kreisen des Post-Hardcores, Sludge und Metals. Sie spielen eine zähe und schwere Art des Metals. Brutale Vocals werden umrahmt von zähflüssigen Melodien und brechenden Drumsounds. Auf „This One Goes…“ bewegen sich PALMER in zwei Zonen. Die eine bewandert die schnelleren Gefilde, welche jedoch nicht minder zäh und brachial sind. Songs wie `Shedding Skin´, `Temmptation´ oder `Deception´ ballern zwar schneller als die restlichen Songs, aber dennoch ist eine gewisse Schwere zu füllen, die einen niederdrückt. Die Mid-Tempo- und Slow-Mo-Songs (z.B. `Who I Am´, `Times Past By´ oder `Souls Divided´) dagegen walzen sich so dahin und ziehen den Hörer förmlich herab in einen Mahlstrom langsamer Melodien und brachialer Schwere. Jedoch sind es diese Songs, die das Album leicht herunterziehen. Die schnelleren Songs sind, es die PALMER besser stehen. Die Band wirkt bei höherem Tempo agiler und sehr viel interessanter. Eine Ausnahme ist das knapp zehn Minuten lange Herzstück des Albums, `Souls Divided´: Dieser Song zieht alle Register: von Mastodon, über Isis bis hin zu Down!

Diesen beiden Grundthemen (musikalisch gesehen) werden ab und zu kurze, sehr gut passende Jazz-Passagen hinzugefügt. Hier merkt man wirklich, dass die Musiker etwas können. „This One Goes To Eleven“ ist ein musikalisch hochwertiges, wenn auch zwiespältiges Album. Reinhören lohnt sich aber auf alle Fälle!

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Bloodchamber.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Michael Bach

Seit dem Jahr 2000 treiben die Jungs von PALMER bereits ihr Unwesen auf den Bühnen der Schweiz und Umgebung und mit „This One Goes To Eleven“ veröffentlichen sie jetzt ihr erstes Full Length Album, nach einer EP aus dem Jahr 2004. Mit so einem Vorlauf darf man also getrost davon ausgehen, dass weder Grünschnäbel am Werk sind noch ein undurchdachter Schnellschuss veröffentlicht wird.

Es braucht nicht lange, bis man erkennt, wo der Hase lang läuft. PALMER haben sich dem Sludge / Noise / Post-Hardcore verschrieben und genauso hört sich das auch an. Zäh, drückend und geräuschvoll wabert es aus den Boxen und man weiß nicht, ob die dröhnende Welle jemals irgendwo ankommen wird. Es gibt eine Menge Dissonanzen und obwohl jedes Lied eine Melodie hat, drängen sich stets die Rhythmen und Rhythmuswechsel in den Vordergrund. Auch der Gesang von Steve Diener dient (sic!) in erster Linie den Songs. In den langsamen, krachigeren Passagen spricht er oft eher als zu singen oder er schreit in (gefühlter) Zeitlupe. Wenn das Lied es fordert, kann er aber auch eine Menge Druck hinters Mikro bringen.
Interessant sind im musikalischen vor allem die Variationen der zwei Saitenbearbeiter, die immer wieder eine Überraschung parat haben. Sei es die nach quietschender Geisterhaustür klingende Gitarre bei „Who Am I“, das fast schon entspannende Zupfen bei „Bitter Sweet Revenge“ oder das für PALMER-Verhältnisse richtig treibende „Temptation“. An Ideen mangelt es wahrlich nicht.

Aber so viel Einfallsreichtum muss auch gebändigt und in Form gebracht werden. So ist „This One Goes To Eleven“ wahrhaft keine leichte Kost (und soll es sicher auch nicht sein). Wenn man nicht aufmerksam zuhört, wird man hauptsächlich Geräuschkollagen wahrnehmen. Man benötigt auf jeden Fall mehrere aufmerksam verfolgte Durchläufe bis man das Album zu schätzen weiß. Und dann ist es immer noch nicht unanstrengend und die noisigeren Passagen sind selbst nach einigem Hören nur schwer bestimmten Liedern zuzuordnen. Der Großteil der erkennbaren Variation liegt in den kurzen Melodieanfängen und –übergängen. Ich würde fast soweit gehen zu sagen, dass PALMER ein knapp 43-minütiges Noiseepos geschaffen haben, in dem die Trackeinteilung nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

Wer sich im Genre heimisch fühlt und gerne zu BOTCH und Konsorten entspannt, oder wer gespannt darauf ist, wie frühe MASTODON auf einem Drittel der Geschwindigkeit klingen könnten, sollte sich „This One Goes To Eleven“ anhören. Alle anderen wird man mit diesem Album ziemlich sicher nicht überzeugen können.

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Bleeding.4Metal.net

 

Review: Palmer – This one goes to eleven

Lestat

Bands, die zum einen beispielhaft für das Genre sind und zum anderen dadurch Ressentiments bestätigen sind was tolles. Zunächst wird klar, warum Sludge (zu deutsch: Matsch, Schlamm) so heißt, wie er heißt: Zäh wie Schlamm ergießt sich eine Masse aus den Boxen, lullt einen ein und fesselt einen wie Matsch die Schuhe an den Boden. Man kann versuchen zu entkommen, wird aber von der zähen Masse immer wieder eingeholt werden. Und ist es eigentlich gar nicht die eigene musikalische Vorliebe, so wird man doch irgendwie von der Musik gefesselt. Die in der Bandinfo versprochenen Jazz-Elemente beschränken sich dabei auf einige wenige Zwischenparts, in denen es ein wenig Geklimper beisteuert. Was den Sound angeht, so wurde ein gutes Mittelding aus matschig und klar gefunden, das einfach zur Musik passt.
Ganz am Ende gibt es dann noch eine seltsame Orgie von Spielereien mit Bass und Gitarre, die v.A. durch das Quitschen von Gitarrensaiten dominiert wird.

Alles in Allem zeigen PALMER, dass Sludge die Musik der Schweizer zu sein scheint (neben Doom Metal wahrscheinlich) und liefern ein durchaus ordentliches Album ab, in das all jene mal reinhören sollten, die das Gegenteil von DRAGONFORCE suchen oder sich einfach mal einlullen lassen wollen.

Musik-Terrorverlag.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Michael Päben

“Shedding Skin” brüllt es aus den Boxen…Tonnenschwere Gitarren schälen sich aus dem dichten Sound heraus, um dann Platz für eine kleine unverzerrte Ruhepause zu machen. Die Gitarren fangen wieder an zu surren, noch spielen die Drums einen entspannten Beat, um sich dann doch wieder in einem Lava-artigen Wall of Sound wieder zu finden. Gegen Ende des Songs wird sogar noch die Groove-Maschine angeschmissen.

Na, das nenne ich doch mal einen gelungenen Opener! Denn alle Trademarks der Schweizer Noise-Doom-Metal-Sludge-Core-Attentäter finden sich in diesem Song bereits ein: Das allseits bekannte Wechselspiel zwischen laut und leise… kleine Oasen der Ruhe, die sich mit gewaltig fetten Riffs abwechseln. Abwechslungsreiches Songwriting, das trotz der verschiedenen Parts sehr homogen herüber kommt. Kleine Jazz-Sprengsel, die die eigene Note noch mehr hervorheben und ein lupenreiner, zermalmender Sound, der den Eidgenossen von den GURD-Mitgliedern Pulver und Franky auf den Leib geschneidert wurde. Das Ganze kulminiert in dem zehnminütigen Abgesang namens „Souls Divided“. Der danach folgende letzte, neunte, Track wurde dem LP-Titel entsprechend schlicht „Eleven“ benannt, besteht aber leider aus dem üblichen Unfug, aus dem Hidden-Tracks gerne bestehen. Hier wird wieder einmal das nerven quälende Saiten-Geknarre eingesetzt. Schade, hätte ich bei dem Titel des Longplayers doch eher an den berühmten Gitarrenverstärker gedacht, dessen Regler doch bitte bis „11“ gehen müsste (SPINAL TAP lassen grüßen).

Aber egal, denn alles was davor kommt ist großes Kino von internationalem Format. Man merkt zu jeder Zeit, dass die Band schon seit dem Jahr 2000 zusammen spielt und sich nicht erst vorgestern dazu entschlossen hat, diese Art von Musik in die Welt hinauszutragen. Besonders gut gefällt mir, dass nicht nur alle Nase lang Breaks in den Sound hineingewebt werden müssen, sondern zwischendurch auch mal ausgiebig gerockt wird und das sogar in bester CROWBAR-Manier. Daran sind auch die fehlerlosen und druckvollen Vocals von Steve Diener nicht ganz unschuldig. Als weitere Referenzpunkte muss man natürlich MASTODON angeben, aber auch Elemente von Bands wie THE OCEAN oder CONVERGE finden sich in dem vielschichtigen Sound wieder. Ich schmeiße auch noch die alten ULME mit in den Topf, da der Gitarrensound und die Rhythmus-Arbeit mich des Öfteren an die deutsche Ausnahmeband erinnert.

Mehr Lob kann ich nun wirklich mehr aussprechen, deswegen sollte alle Freunde des Noise-Core in all seinen Varianten der Band unbedingt ihr Gehör schenken. Es muss nicht immer Amerika sein, aber trotzdem bleibt die Frage: Who killed Laura Palmer?!

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The-Pit.de

Palmer: “Wir sind wie ein guter Wein…”

Niclas Pepperhoff

Und nicht ohne Grund habe ich diesen kleinen Ausschnitt als Titel für dieses Interview gewählt, denn die Musik von Palmer ist wirklich “wie ein guter Wein”. Und was muss ein guter Wein? Ganz klar er muss reifen und sich entfalten. So verhält es sich auch mit dem Debütalbum der Schweizer “This One Goes To Eleven”, das mit seinem Abwechslungsreichtum und seinen vielen musikalischen Details erschlossen werden möchte und mit jedem Hören ein wenig mehr von sich preisgibt, bis man es irgendwann in sein Herz geschlossen hat. Aber nun genug des Vorspannes und Vorhang auf für Jan, seines Zeichens Palmer – Gitarrist, der uns in diesem Interview Rede und Antwort stand.

The-Pit.de: Hi, wie geht es euch?

Jan: Uns geht es prima. Besten Dank der Nachfrage.

The-Pit.de: Mit “This One Goes To Eleven” erschien jüngst euer Debütalbum via Czar Of Crickets. Allein aus diesem Grund dürfte der Name Palmer vielen noch unbekannt sein. Bitte nutzt die Gelegenheit, euch kurz vorzustellen.

Jan: Palmer besteht aus Steve (Gesang), Remo (Schlagzeug), Ueli (Bass) und mir (Gitarre). 4 Kumpels, welche ein gemeinsames Hobby teilen und ausleben dürfen.

The-Pit.de: Gegründet habt ihr euch bereits im Jahre 2000; warum hat es denn so lange gedauert, bis “This One Goes To Eleven” veröffentlicht wurde?

Jan: Naja, bei uns dauert es eben ein bisschen länger, das hängt sicher auch damit zusammen, dass wir beruflich ebenfalls ziemlich eingespannt sind. Bis zur nächsten Scheibe wirds jedoch nicht mehr so lange dauern. Versprochen!

The-Pit.de: Wie seid ihr denn damals überhaupt als Band
zusammengekommen?

Jan: Steve und ich haben schon vor Palmer zusammen gespielt. Als sich unsere Band auflöste, wollte ich unbedingt wieder was machen. Für mich war klar, Steve wieder mit ins Boot zu holen. Steve ist einer der besten Frontmänner die es gibt. Remo den Drummer kannten wir von einer anderen Band. Den habe ich einfach angefragt und er war dabei. Und Ueli war damals einer der wenigen Fähigen Bassisten und war auf meine Anfrage ebenfalls mit von der Partie. Also relativ unspektakulär das Ganze. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die richtigen aus der lokalen Szene gefunden haben.

The-Pit.de: Aufgenommen habt ihr das Album mit den GURD
Mitgliedern VO Pulver und Franky Winkelmann. Wie kam es eigentlich zu dieser Zusammenarbeit?

Jan: Unser erstes Konzert spielten wir mit Gurd. Der Kontakt blieb immer lose bestehen. Wir haben VOs und
Frankys Arbeit immer aus der Distanz mitverfolgt und als es dann darum ging, sich für ein Studio zu entscheiden, fiel die Wahl schnell auf das Little Creek Studio. Die Jungs wissen von was sie reden und zudem ist das Preis-Leistungsverhältnis super.

The-Pit.de: Musikalisch befindet ihr euch irgendwo zwischen Noisecore, Metal und Sludge, dennoch fällt es mir gar nicht so leicht wirkliche Referenzbands anzugeben bzw. euren Stil genau zu erfassen. Welche Bands würdet ihr denn anführen und wie würdet ihr euren Stil am ehesten beschreiben?

Jan: Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Wir machen einfach unser Ding und wenn wir eigen klingen, freut uns das eigentlich. Ja das kann man sogar als Kompliment auffassen. Oft fallen in den Reviews Namen wie Isis, Neurosis, Cult of Luna, Mastodon usw. Sagen wirs mal so: live würden wir uns mit genannten Bands sehr gut ergänzen.

The-Pit.de: Gibt es bestimmte Bands, die ihr als Idole anseht
und die euch bei eurem musikalischen Werdegang beeinflusst haben? Und wenn ja, warum gerade diese Bands?

Jan: Ich kann da nur für mich sprechen, und ja die gibt es. Zum Beispiel Meshuggah oder Allan Holdsworth und einige Jazzgitarristen. Man hört dies auf der Platte nicht, trotzdem bin ich überzeugt, dass ich ohne diese Leute nicht so spielen würde wie ich spiele. Bei den anderen hält sich das vom Prinzip her ähnlich.

The-Pit.de: Ihr habt bereits Auftritte mit Größen wie Caliban oder Blood For Blood gespielt, doch welches Konzerterlebnis ist euch am schönsten in Erinnerung geblieben?

Jan: Da gibt es einige. Wir sind wie ein guter Wein, je älter wir werden desto besser spielen wir. Daher war auch das letzte Konzert ein Hammer. Mit den Jungs von Blood for Blood abzusumpfen war auch ein einzigartiges Erlebnis. Wir haben viel gelernt, z.B. was ein Pink Sock, Dirty Sanchez, Fieser Houdini usw ist.

The-Pit.de: Und welchen Auftritt würdet ihr eher als peinlich bezeichnen und am liebsten aus dem Gedächtnis löschen?

Jan: Es gab da einen, da hatte der eine oder andere vor dem Konzert zu viel gebechert. Das Konzert war einfach nur scheisse, aber die Betroffenen haben daraus gelernt.

The-Pit.de: Auf eurer MySpace – Seite (http://www.myspace.com/palmernoise) sind ja einige Livetermine angekündigt; u.a. in der Schweiz oder in Italien. Werdet ihr demnächst auch in Deutschland live zu sehen sein?

Jan: Wir würden liebend gerne bei euch spielen. Im Moment ist nichts geplant. Aber wir sind jederzeit bereit. Also meldet euch bei uns.

The-Pit.de: Wo würdet ihr am liebsten mal ein Konzert spielen oder auf Tournee gehen?

Jan: Ein Ziel von uns ist es, eine Europatour zu spielen. Wo wir spielen ist eigentlich zweitrangig.

The-Pit.de: Wie sieht bei euch der Songwritingprozess aus?

Jan: Ich bringe normalerweise die Riffs oder fast fertige Songs, welche dann im Proberaum fertiggestellt werden. Jeder kann seine Ideen noch einbringen. Steve ist für sämtliche Lyrics zuständig.

The-Pit.de: Was darf man von Palmer in der nächsten Zeit noch erwarten und was wünscht ihr euch für eure musikalische Zukunft?

Jan: Wir wollen vor allem gute und viele Gigs an Land ziehen. So kommt eine Band wie wir am besten voran.
Zudem wollen wir in absehbarer Zeit eine zweite Scheibe aufnehmen. Ein weltweiter Vertrieb wäre natürlich sehr wünschenswert.

The-Pit.de: Möchtet ihr noch ein paar letzte Worte an unsere Leser richten?

Jan: Wir danken euch für die Unterstützung. Es würde uns freuen bei euch zu spielen und zusammen ein Bierchen zu vernichten.

The-Pit.de: Vielen Dank für das Interview.

Jan: Bitte gern geschehen!

The-Pit.de: Zum Abschluss hinterließ uns Jan noch Kommentare zu den neun Songs auf “This One Goes To Eleven”.

Jan:

  1. Shedding Skin -Ein schleppender, wuchtiger Stampfer mit viel Dynamik und geilen Melodien.
  2. Who Am I -Oft hören wir, dass dies unser “Hit” sei. Kompakter Song mit spannendem Zwischenteil.
  3. Bury The Bones -Ein schneller Song mit einer gewissen Hektik. Gegen Schluss löst sich BtB in eher langsamen, schleppenden Parts auf.
  4. Bitter Sweet Revenge -Ebenfalls ein träger Song mit einem sehr schweren Riff. Dazu kommen die fiesen Gastvocals von Frederyk Rotter (Zatokrev und Labelchef unseres Labels Czar of Crickets). Ein jazziges Solo im Mittelteil sorgt für Auflockerung.
  5. Temptation -Ein schneller, abwechslungsreicher Song. Geht super nach vorne ab und ist dementsprechend aggressiv.
  6. Deception -Ein Mid-Tempo Stampfer vom Feinsten. Ein Geheimtipp sozusagen und eine sichere Bank im Liverepertoire. Vielleicht unsere eingängigste Nummer.
  7. Times Past By -Ein paar fiese Riffs treiben diesen Song nach vorne. Auch hier ein Gastmusiker im Spiel: Nämlich VO von Gurd mit einem coolen Solo.
  8. Souls Divided -Ein epischer 10 Minuten Song, bei welchem wir bewusst jeden Part grosszügig ausspielen. Der Mittelteil hebt dann völlig ab mit abgefahrenen Sounds von unserem Bassisten Ueli.
  9. Eleven -Kein Song im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Soundcollage von Ueli. Ein spezieller Ausklang einer speziellen Band;-).

Wir möchten uns herzlichst bei Jan, den restlichen Palmer – Jungs und Fredy (Czar Of Crickets) für das Interview bedanken. Das Review zu “This One Goes To Eleven” findet ihr natürlich bei uns und außerdem solltet ihr unbedingt mal diese Links antesten:

Metalnews.de

Quickie-Interview mit Jan Wälchli von Palmer

Alexander Eitner

Dein momentaner Aufenthaltsort, während Du diese Fragen beantwortest?

Zu Hause vor dem TV.

Was hast Du gestern Abend/Nacht gemacht?

War zu Hause vor dem TV.

Was machst du morgens nach dem Aufstehen als erstes?

TV schauen. Nein, natürlich gemütlich duschen.

Wie bist Du zur harten Musik gekommen?

Mit 12 Jahren habe ich im Radio die CH-Hitparade gehört und bin so auf HELLOWEEN gekommen. Die waren mit der Single „Dr. Stein“ dabei. Danach war’s um mich geschehen. Also großen Dank Germany!

Auf wem würdest du beim Stagediven gerne mal “notlanden”?

Auf Charlize Theron.

Welche ist die peinlichste Platte in Deiner Sammlung?

Uff, da muss ich überlegen. Ok, MEAT LOAF, aber die gehört mir eigentlich gar nicht.

Die größte Peinlichkeit in Deinem Leben?

Ich war mal mit Kollegen zelten. Am Abend wurde jeweils amtlich gefeiert. Ich musste mal pinkeln gehen und habe mich von der Meute entfernt, schnurstracks in Richtung eines nahe gelegenen Zauns. Während dem Ausüben des Geschäfts hörte ich was rappeln, machte mir aber keine weiteren Gedanken. Als ich fertig war, stellte ich fest, dass da einer besoffen am Boden vor meinen Füßen lag. Na ja, Pech gehabt…

Die größte Dummheit, die Du je begangen hast?

Die CD von MEAT LOAF ausleihen zu lassen.

Dein Lieblingsessen?

Pasta.

Dein Lieblingsgetränk?

Bier.

Hast Du ein Vorbild?

Nein, es gibt aber viele Menschen, die ich bewundere.

Das Cover welcher Platte ist definitiv das coolste?

THE DILLINGER ESCAPE PLAN mit „Calculating Infinity“. Sehr smart.

Und welches Cover welcher Platte ist definitiv das beschissenste?

Echt keine Ahnung. Irgendeine Scheibe aus den 80ern. Die sahen fast alle Scheiße aus.

Welche drei Sachen würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Freundin, Gitarre und Früchte, ähh nein, doch lieber ein paar gute Flaschen Wein.

Mit wem würdest du gerne mal auf der Bühne stehen?

Mit den Jungs von MESHUGGAH.

Wen würdest Du gerne mal treffen?

Allan Holdsworth [Anmerk.: britischer Jazz-Gitarrist und Komponist]. Hab ich übrigens schon.

Das bizarrste Erlebnis mit Fans?

Wir spielten in einem Jugendhaus. Die Bands vor uns spielten Mundartpop usw. Ja, man kann sagen, es waren lauter Schülerbands. Dementsprechend waren viele Mütter, Väter etc. anwesend. Der Schuppen war gut gefüllt, als wir anfingen. Nach ca. zehn Sekunden hat man die Bühne mit heftigem Nebel eingehüllt. Als sich der Nebel verzog [nach ca. einer Minute], waren noch fünf Leute anwesend. Die waren aber voll begeistert und auch erleichtert, dass doch noch eine Band abrockt. Und das zählt doch, oder?

Bis dato unerfüllter Lebenswunsch?

Eine fette Tour mit PALMER. Aber das werden wir schaffen, glaubt uns.

Dein Lebensmotto?

Carpe diem. Nutze den Tag.

Original article

Helldriver-Magazine.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

rg

Palmer aus der Schweiz existieren bereits seit 2000 doch erst jetzt erscheint das erste Album der Band. Acht Jahre sind eine lange Zeit um Songs und Ideen reifen zu lassen. Das kann man dem Album auch anhören. Hier sind definitiv keine unerfahrenen Musiker am Werk. Die Band kombiniert Sludge, Metal und Noise zu einem Gesamtsound der sich am besten mit Bands wie Cult Of Luna, Neurosis oder auch Isis vergleichen lässt. Wobei die Truppe es insgesamt weniger Atmosphärisch als die genannten angehen lässt und sehr viel häufiger die Sludge/Stoner-Riffkeule schwingt. Die Band zimmert massive Riffwände zusammen die immer wieder durch ruhige Parts aufgelockert werden. Das ganze spielt sich im unteren Tempobereich ab. So entsteht eine recht erdrückende Stimmung, was aber in diesem Fall keinesfalls negativ auszulegen ist. Palmer schaffen es ihre Songs interessant zu gestalten und somit zu fesseln. Mit den ganz Großen des Genres können sie zwar noch nicht ganz gleichziehen, sind aber definitiv auf einem guten Weg dahin. Die Produktion fand im Studio GURD statt und klingt entsprechend fett. Den Namen Palmer sollte man sich merken.

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