Seit heute kann man Palmer auch auf der brandneuen Plattform restorm.tv begutachten. Schaut dort mal rein; ist eine gute Sache und endlich mal ein Internet-TV das grosse Eier hat…
http://www.restorm.com/artists/info/palmer
Cheers Palmerposse
Seit heute kann man Palmer auch auf der brandneuen Plattform restorm.tv begutachten. Schaut dort mal rein; ist eine gute Sache und endlich mal ein Internet-TV das grosse Eier hat…
http://www.restorm.com/artists/info/palmer
Cheers Palmerposse
“This One Goes To Eleven” ist ein Album, welches ich immer noch nicht totgehört habe, was eigentlich erstaunlich ist, denn dieses Album rotiert und rotiert und rotiert seit mehreren Wochen in meinem CD-Player, irgendwie findet die Scheibe immer wieder den Weg in das CD-Fach…und das spricht für die Veröffentlichung von Palmer aus Langenthal.
Schon der Opener „Shedding Skin“ legt mit massiven Riffs und brachialen Soundwänden los und bohrt sich so seinen Weg durch den Gehörgang und arbeitet sich langsam in die musikalische Schaltzentrale des Gehirns vor, um dort das musikalische Inferno anzukünden und die Synapsen auf ein Feuerwerk vorzubereiten. Dieses Feuerwerk zündet dann „Who Am I“, welches sphärisch angehaucht eingeläutet wird, um dann nach wenigen Sekunden zu explodieren. Dicke Gitarrenstahlwände bauen sich um des Hörers Ohren auf, dies über die volle Länge des Album, wobei hier nicht nur das volle Brett zum Zuge kommt, sondern man sich auch in manchen melodiösen Spielereien wiederfindet, um dann postwendend in einem Stakkatohagel unterzugehen…
Mit „Deception“ ist Palmer ein Referenzsong geglückt, der neben aller Brachialität auch die melodischen Aspekte dieser Band aufzeigt…grossartig! Auch sonst zeigen sich Palmer auf ihren Debüt facettenreich, neben derben Stampfer wie „Temptation“ stehen das schleppende „Times Past By“ oder das fast episch anmutende „Souls Divided“.
Sänger Steve Diener verausgabt sich auf „This One Goes To Eleven“ mit seiner Stimmgewalt, als ob es kein Morgen geben wird, er schreit, kreischt und dröhnt, als hätte er Chino Moreno und Phil Anselmo verschlungen und nicht wieder ausgespuckt. Auch die Mitstreiter Wälchli (Git.), Heiniger (Bass) und Röschli (Drums) haben den musikalischen Bastard, wie auf der gleichnamigen Demo EP, mit grossen Löffeln vertilgt. Pauschal kann man sagen, dass „This One Goes To Eleven“ derben Metal mit technischem Anspruch, progressive und doch eingängige Songstrukturen, schleppende und fies drückende Doom/Sludge-Passagen mit einem ziemlichen mörderischen Groove bietet.
9 Attacken auf die Gemütlichkeit und eitlen Sonnenschein, jenseits gebräuchlicher Genre-Schubladen. Fies, böse, eindringlich, bewegend, authentisch, intensiv und eigen werden hier 9 Songs in kurzweiligen 43 Minuten wiedergegeben! Ein Pflichtkauf für Freunde der hart-schleppenden Töne.
This One Goes to Eleven : sous entendu, on met les amplis au taquet et on envoie le gras. Palmer est un groupe helvétique qui pratique une noise aux confins de l’indie-rock, du metal ou du sludge. Entre Portobello Bones, Zatokrev et Neurosis, Palmer montre qu’il en a dans le ventre sur ce premier album. Soutenu par Czar of Crickets, label/collectif bâlois qui commence à faire parler de lui ce This One Goes to Eleven au graphisme peu inspiré, se défend bien parmi les petits nouveaux du genre. C’est son sens du riff lourd et lent qui semble faire la différence, il se plante par contre franchement lorsqu’il tente d’accélérer la cadence (« Temptation »). Un début plutôt encourageant dans l’ensemble.
PALMER existieren seit dem Jahr 2000 und kommen aus der Langenthaler Umgebung in der Schweiz. Nach einer vor drei Jahren veröffentlichten EP folgt nun erst das Debüt „This One Goes To Eleven“, das mit einer Mischung aus Noisecore, Sludge, Post Hardcore und ein wenig Jazz aufwartet.
Zuerst einmal sorgt der Titel für Verwirrung, denn eigentlich befinden sich nur neun Songs auf dem Silberling. Wer jedoch etwas genau hinsieht, wird in der Booklet-Beschriftung erkennen, dass nach dem achten Track „Souls Divided“ direkt und augenzwinkernd das experimentelle elfte Lied mit dem bezeichnenden Titel „Eleven“ gelistet wird. Gestört hätte es jedenfalls nicht, wenn auf der Scheibe noch zwei weitere Songs enthalten wären, denn das Material der Schweizer kann sich durchaus sehen lassen. Die Jungs schaffen es größtenteils, ausgewogene Kompositionen zu schreiben, in denen sowohl die krachigen Hardcore-Ausbrüche als auch ruhige und verspielte Elemente, die bisweilen ins Jazzige abdriften, enthalten sind. Zusammen ergibt dies eine vielseitige Mischung, die vom variablen Gesang von Steve Diener lebt, mit einer guten Produktion, die druckvoll und differenziert ist, ausgestattet ist und zudem einen Gastauftritt von ZATOKREV-Fredy bei „Bitter Sweet Revenge“ enthält.
„This One Goes To Eleven“ weiß insgesamt mit wuchtigen und abwechslungsreichen Songs, die mal nach vorne abgehen, mal eher reduziert und ruhig gestaltet sind, zu überzeugen. Mal schauen, was in Zukunft noch von PALMER zu hören sein wird; ihr Debüt ist jedenfalls eine runde und gelungene Sache geworden. Freunde des Post Hardcore, Noisecore und solcher Bands wie beispielsweise ISIS oder auch CONVERGE sollten sich nicht vom Teaser abschrecken lassen, sondern die Scheibe mal antesten.
Ein Interview mit Palmer und das neue Album “This One Goes To Eleven” gab’s am Samstag, 24.11. ab 23 Uhr in der Sendung “Taktlos Metal” mit Roger Welti auf Radio Kanal K zu hören.Die Wiederholung der Sendung läuft am 6. Dezember um 22 Uhr ebenfalls auf KanalK.
http://www.kanalk.ch
Cheers Palmerposse
“This One Goes To Eleven” heisst das Debütalbum der Metalcore-Gruppe Palmer. Aufnahmeregie führten VO Pulver und Franky Winkelmann. Die CD hat zwar nur 9 Songs, der letzte heisst aber Eleven. “This One Goes To Eleven” wird auch kaum eine Chartplatzierung auf Platz 11 erreichen. Das liegt aber nicht am Können der Gruppe, sondern vielmehr an ihrem Stil, der hierzulande wohl nie einen Radioäther verlassen wird.
Das Quartett bezeichnet seinen Sound als Mischung aus Metal, Sludge und Post-Hardcore mit Jazz-Elementen. Tatsächlich ist Abwechslung angesagt. Es dominieren zwar brettharte Gitarren und krächzende Growls. Aber Palmer können mehr. Immer wieder unterbrechen sie ihre Hardcore-Gewitter mit geschmackvollen Einlagen. Stellenweise erinnert das ein wenig an die Deftones. Die Produktion hat mächtig Druck und lässt keine Wünsche offen. Die Songs sind stimmungsvoll und erstaunlich reif. Das Ganze ist gekonnt in Szene gesetzt, sauber gespielt und extrem aggressiv.
Es ist schwierig, denn Sound von Palmer in kurzen Worten zu beschreiben. Auf der Homepage wird er als «Noisecore» bezeichnet. Harmonisch, aber ohne Zweifel hart. Melodiös, aber mit Ecken und Kanten. Musik von Palmer lässt sich definitiv in keine Schublade stecken. Hinter dem Namen stecken Jan Wälchli, Steve Diener, Ueli Heiniger und Remo Röschli aus dem Oberaargau, welche sich vor sieben Jahren zusammen gefunden haben. Vor vier Jahren kam die erste Promo-CD mit vier Songs. Aber auch schon vorher waren Palmer an verschiedenen Konzerten in der ganzen Schweiz engagiert. Diesen Frühling hat sich die Band an die arbeit gemacht und im Studio ihr erstes Album produziert. Das Resultat wird am Samstag ab 20 Uhr im Kleintheater an der «CD-Release Party» gefeiert.
Seit sieben Jahren seit ihr als Palmer unterwegs. Kennt ihr euch aus Schulzeiten?
Jan: Nein, eigentlich nicht. Ich war vorher mit Steve in einer anderen Band, wie auch Ueli und Remo in anderen Bands gespielt haben. Alle Bands haben sich aufgelöst. Ich habe Steve gefragt, ob wir nicht eine neue Band gründen wollen. Er hat zugesagt. Dann sind wir an Ueli und Remo gelangt.
Steve: Langenthal ist ein kleines Pflaster, da kennt man sich.
Ueli: So um die 20 geht vieles auseinander, aber die besten bleiben (lacht)…
Der Name «Palmer» könnte auch eine Reggaeband bezeichnen. Wie ist er entstanden?
Jan: Wir haben in unserem alten Bandraum über den Namen diskutiert. Ich glaube es war Steve, der den Vorschlag gebracht hat.
Steve: Der Name sollte kurz und prägnant sein. Er sollte nichts preisgeben. Mit dem Namen ist es ein bisschen wie mit unserer Nebelmaschine. Zuerst sieht man nichts und dann kommt die grosse Überraschung.
Jan: Ausserdem sollte man den Namen aussprechen können – ein Name, der hängen bleibt.
Nun steht der Name nach sieben Jahren endlich auf einem CD-Cover. Was erwartet den Hörer?
Ueli: Die Aufnahmen kommen einem Live Konzert sehr nahe, was wir von Anfang an angestrebt haben.
Jan: Sie ist einfach authentisch. Neun Stücke, spannend, abwechslungsreich und intensiv.
Steve: «This goes to eleven» ist von A bis Z aus einem Guss. Man merkt die harte Arbeit, die dahinter steckt.
Wieso hat es sieben Jahre gebraucht?
Jan: Eigentlich haben wir ja schon im Jahr 2004 die erste CD gemacht, die Promo-CD mit vier Stücken. Obwohl wir eigentlich viele Konzerte gaben, wollten wir etwas Handfestes, was wir den Veranstaltern zuschicken konnten.
Ueli: Wir hatten da – es ist einige Zeit her – ein lustiges Erlebnis in Lenzburg. Wir waren die letzte Band des Abends. Vor uns waren vor allem Schülerbands auf der Bühne, welche klassischen Metallsound gespielt haben. Als wir zu spielen begonnen haben, wurde mit der Nebelmaschine alles eingenebelt. Als sich der Nebel verzogen hatte, standen noch 5 «harte Jungs» im Raum und haben sich ausgetobt. Sie meinten nachher, dass sich so wenigsten die 10 Franken Eintritt gelohnt hätten. Der Veranstalter hat aber eindeutig nicht mit härterem Sound gerechnet…
Jan: Heute könnte das wohl nicht mehr passieren. Manuel Fischer (Spider Music) ist auf uns zugekommen und hat das Booking und Marketing übernommen.
Euer Stil lässt sich nicht «schubladisieren ». Wie würdet ihr selber ihn beschreiben?
Remo: Kann man nicht so genau sagen…
Ueli: Das ist sehr subjektiv.
Jan: Sicher eine breite Palette.
Steve: In der Musik wird man immer mit anderen Bands verglichen. Meiner Meinung nach hat unser Sound eine interessante Dynamik und man spürt die Energie, die dahinter steckt.
Was habt ihr für die Plattentaufe geplant?
Jan: Sicher kein grosses Tam-Tam mit Champagner! «E gueti Zyt zäme ha». Viel Musik von der Gastband Sludge und natürlich von uns kann erwartet werden. Ausserdem werden wir natürlich versuchen, unsere CD’s und Shirts unter die Leute zu bringen (lacht).
Einige fette Gigs konnten wir bis anhin mit unserem Debut ‘This One Goes To Eleven’ an Land ziehen; und es werden täglich mehr…also bleibt am Ball!
Nun verkauft Palmer auch seine Seele auf http://www.sellaband.com/palmer/
Kauft uns!
Cheers Palmerposse
http://www.sellaband.com/palmer/
Palmer
Palmer sind ein Kapitel Schweizer Musikszene für sich – aber eines der besseren. Mit „Indie-Core“ wahrscheinlich am wenigsten falsch beschrieben sind sie seit sieben Jahren unterwegs und haben uns hier mit „This One Goes To Eleven“ ihr Debüt vorgelegt. Besser spät als nie ist so ein geflügeltes und deshalb furchtbar abgedroschenes Wort. Trotzdem wahr. Das Album geht zwar auf den ersten Blick nicht bis auf elf, doch eigentlich schon. Denn vor dem letzten, offiziell dem neunten und eben mit „Eleven“ betitelt, sind noch zwei hidden tracks auf die Scheibe gepresst worden. Also alles in Butter, niemand wurde angelogen, nur zu einem zweiten Blick herausgefordert. Und der lohnt sich, denn wer Palmer von den Konzerten her kennt, wird sich auch an der CD erfreuen. Steve Diener brüllt gemächlich vor sich hin, derweilen Gitarrist Wälchli, Bassist Heiniger und Schlagzeuger Röschli ein Soundbett kreieren, das manchmal ganz bewusst von Misstönen geprägt ist. Diener klingt nach dem klassischen Core-Shouter, hat aber auch Variationen drauf, die es sich zu entdecken lohnt. Keine Angst, zum Chorknaben mutiert er nicht. Besonders schnell sind Palmer ja nicht, gezerrte Nackenwirbel wegen hastiger Bangbewegungen sind nicht zu befürchten. Doch zwingt sich das Kopfnicken zwangsweise auf, da die Songs einfach Groove haben. Ein reifes Debüt, man könnte fast sagen, ein überreifes. Bitte, liebe Palmerboys, lasst euch mit der nächsten Platte, nur dann soviel Zeit, wenn ihr in weniger einfach nicht was ähnlich Gutes hinkriegt.
Wer den Schweizer Underground in Sachen extremer Musik etwas genauer mitverfolgt, dürfte neben Zatokrev, Vancouver oder Kruger auf die Langenthaler Palmer gestossen sein, die mit eben erwähnten Genrekollegen regelmässig die Bühne teilen.
Besonders abwegig ist das nicht, tituliert man den eigenen Stil ja als Noisecore und bewegt sich auf entsprechend dreckigen Pfaden: Sludge-durchtränkte, schleppende Riffs, heiseres Gebrüll und dissonantes Gefiepe. Regelrecht betont werden diese Element, wenn sie wie in “Bitter Sweet Revenge” durch ruhige, dezent jazzige Töne aufgelockert werden, um danach wieder mit voller Wucht den Hörer zu überfahren.
“This One Goes To Eleven” macht mächtig viel Spass und wer ohne Vergleiche nicht leben kann, dem seien hiermit neben eingangs erwähnten Landsmännern noch Bandnamen wie Devil Sold His Soul, Converge und Sludge an den Kopf geworfen.