{"id":345,"date":"2008-05-28T10:38:48","date_gmt":"2008-05-28T10:38:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.palmernoise.com\/wordpress\/?p=345"},"modified":"2017-01-31T08:11:40","modified_gmt":"2017-01-31T08:11:40","slug":"wastincom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/palmernoise.com\/wordpress\/2008\/05\/28\/wastincom\/","title":{"rendered":"Wastin!com"},"content":{"rendered":"<p>Review: Palmer &#8211; This one goes to eleven<\/p>\n<p class=\"author\">Alexander Greve<\/p>\n<p>Dass die Band Palmer bereits seit 2000 besteht, erscheint einem ein wenig seltsam, hat man von der Gruppe aus der Schweiz bislang doch relativ wenig oder sogar gar nichts geh\u00f6rt. Das einzige Lebenszeichen war eine EP im Jahre 2004 und das ist ja bekanntlich nicht viel, f\u00fcr eine Band, die es seit acht Jahren gibt. Aber Palmer haben sich den Hintern wund gespielt und schon mit Gr\u00f6\u00dfen wie Blood For Blood, Harmful oder Caliban auf der B\u00fchne gestanden. Nun ist es endlich soweit und die H\u00f6rerschaft erreicht ein erstes Full Length der Schweizer, welches auf den Namen &#8216;This One Goes To Eleven&#8217; getauft wurde. Aufgrund der genannten Bands, mit denen man sich die B\u00fchne teilte, erwartet der H\u00f6rer nun eine Hardcore-Brett der metallischen oder eher rotzigen Art. Doch weit gefehlt. Palmer spielen eine intensive Mischung aus Noisecore und Sludgemetal, die es fast \u00fcber die gesamte Spielzeit in sich hat.<\/p>\n<p>Mit &#8216;Shedding Skin&#8217; stellen die Herren ihr K\u00f6nnen auch gleich zu Anfang unter Beweis und fegen wie ein Sturm \u00fcber den K\u00f6pfen der Genie\u00dfer hinweg. Doomige Riffs seitens Gitarrist Jan paaren sich mit mit dem kratzigen und w\u00fctenden Geschrei von Fronter Steve, w\u00e4hrend der Bass von Ueli nur so flitscht und Remo sein Drumset ordentlich maltretiert, im positiven Sinne. Auf einmal ein ruhiger Part, der zum Tr\u00e4umen einl\u00e4dt. Wer diese Art von Musik aber kennt, wei\u00df, dass dies nicht lange so bleiben wird. So das Ger\u00fcst des ersten Songs, welches nat\u00fcrlich noch mit der ein oder anderen \u00dcberraschung aufwartet, die man aber am besten selber rausfindet.<\/p>\n<p>&#8216;Who Am I&#8217; beginnt eher ruhig, einige Fragen werden gestellt und schon ballert man wieder los. Intensiv, anstrengend und doch unterhaltsam, so l\u00e4sst sich dieser Song beschreiben. Mit sch\u00f6nen Tempowechseln und interessanten sph\u00e4rischen Spielereien, die schon fast an Freestyle Jazz erinnern, kann man hier \u00fcberzeugen und besonders im Refrain macht sich die wuchtige Macht und St\u00e4rke von Palmer bemerkbar. \u201eWho Am I\u201c m\u00f6chte man am liebsten mit schreien und ehe man zu viel nachgedacht hat, ist es auch schon passiert und die Laute sind der Kehle entsprungen. &#8216;Bitter Sweet Revenge&#8217; wartet erneut mit solch jazzigen Passagen auf, die die sperrigen Gitarrenw\u00e4nde ein wenig auflockern, den Anspruch aber weiter erh\u00f6hen. Das ist mit Sicherheit nicht f\u00fcr jeden was und einige eingefleischte Metalfans werden verst\u00f6rt den Kopf sch\u00fctteln. Aber was soll\u00b4s, so sind Palmer nun einmal und das ist auch gut so. Und so verlangt die Band dem H\u00f6rer einiges ab.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend &#8216;Deception&#8217; als einer der groovigsten Songs der Platte beschrieben werden kann, schie\u00dft man mit &#8216;Souls Divided&#8217; fast den Vogel ab und l\u00e4sst eine Attacke auf die Menschheit los, welche die zehn Minuten Marke fast \u00fcberschreitet und an Komplexit\u00e4t auf diesem Album nicht \u00fcbertroffen wird. Es sind die ruhigen Parts in den Tracks, die Palmer sehr gut zu Gesicht stehen, und genau diese findet man auch hier. Aber auch die un\u00fcberwindbare \u201eWall of Sound\u201c wird hier wieder aufgebaut und droht fast alles unter sich zu begraben. Die Intensit\u00e4t, mit der Palmer vorgehen, ist es, die einen derart mitrei\u00dft, so dass einem die \u00dcberl\u00e4nge des Tracks gar nicht auffallen m\u00f6chte. Die sph\u00e4rischen Parts, die hier, wie in all den anderen St\u00fccken, eingestreut wurden, muss man noch kurz hervorheben. Diese sind n\u00e4mlich grandios und passen, wie die Faust aufs Auge. Ein etwas trauriger Abschied hingegen ist der letzte Track &#8216;Eleven&#8217;. Erwartet man hier noch ein richtiges Highlight, welches die Platte perfekt abrundet, gibt es nur sinnloses Gefrickel, welches sich ohne Sinn \u00fcber fast vier Minuten zieht. Hier h\u00e4tte man mehr erwartet, aber Palmer haben ihr Potential ja schon in den vorherigen Tracks voll und ganz bewiesen.<\/p>\n<p>Was bleibt, ist eine Platte und eine Band, die sich problemlos in die Riege solcher Genregr\u00f6\u00dfen, wie Mastodon, The Ocean oder Isis einreihen kann. Man bedenke, dass dies hier nur ein Deb\u00fct ist, dementsprechend kann man sich ausmalen, was da noch folgen wird. Ganz gro\u00dfes Kino!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Palmer &#8211; This one goes to eleven Alexander Greve Dass die Band Palmer bereits seit 2000 besteht, erscheint einem ein wenig seltsam, hat man von der Gruppe aus der Schweiz bislang doch relativ wenig oder sogar gar nichts geh\u00f6rt. 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