Bleeding.4Metal.net

 

Review: Palmer – This one goes to eleven

Lestat

Bands, die zum einen beispielhaft für das Genre sind und zum anderen dadurch Ressentiments bestätigen sind was tolles. Zunächst wird klar, warum Sludge (zu deutsch: Matsch, Schlamm) so heißt, wie er heißt: Zäh wie Schlamm ergießt sich eine Masse aus den Boxen, lullt einen ein und fesselt einen wie Matsch die Schuhe an den Boden. Man kann versuchen zu entkommen, wird aber von der zähen Masse immer wieder eingeholt werden. Und ist es eigentlich gar nicht die eigene musikalische Vorliebe, so wird man doch irgendwie von der Musik gefesselt. Die in der Bandinfo versprochenen Jazz-Elemente beschränken sich dabei auf einige wenige Zwischenparts, in denen es ein wenig Geklimper beisteuert. Was den Sound angeht, so wurde ein gutes Mittelding aus matschig und klar gefunden, das einfach zur Musik passt.
Ganz am Ende gibt es dann noch eine seltsame Orgie von Spielereien mit Bass und Gitarre, die v.A. durch das Quitschen von Gitarrensaiten dominiert wird.

Alles in Allem zeigen PALMER, dass Sludge die Musik der Schweizer zu sein scheint (neben Doom Metal wahrscheinlich) und liefern ein durchaus ordentliches Album ab, in das all jene mal reinhören sollten, die das Gegenteil von DRAGONFORCE suchen oder sich einfach mal einlullen lassen wollen.

Musik-Terrorverlag.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Michael Päben

“Shedding Skin” brüllt es aus den Boxen…Tonnenschwere Gitarren schälen sich aus dem dichten Sound heraus, um dann Platz für eine kleine unverzerrte Ruhepause zu machen. Die Gitarren fangen wieder an zu surren, noch spielen die Drums einen entspannten Beat, um sich dann doch wieder in einem Lava-artigen Wall of Sound wieder zu finden. Gegen Ende des Songs wird sogar noch die Groove-Maschine angeschmissen.

Na, das nenne ich doch mal einen gelungenen Opener! Denn alle Trademarks der Schweizer Noise-Doom-Metal-Sludge-Core-Attentäter finden sich in diesem Song bereits ein: Das allseits bekannte Wechselspiel zwischen laut und leise… kleine Oasen der Ruhe, die sich mit gewaltig fetten Riffs abwechseln. Abwechslungsreiches Songwriting, das trotz der verschiedenen Parts sehr homogen herüber kommt. Kleine Jazz-Sprengsel, die die eigene Note noch mehr hervorheben und ein lupenreiner, zermalmender Sound, der den Eidgenossen von den GURD-Mitgliedern Pulver und Franky auf den Leib geschneidert wurde. Das Ganze kulminiert in dem zehnminütigen Abgesang namens „Souls Divided“. Der danach folgende letzte, neunte, Track wurde dem LP-Titel entsprechend schlicht „Eleven“ benannt, besteht aber leider aus dem üblichen Unfug, aus dem Hidden-Tracks gerne bestehen. Hier wird wieder einmal das nerven quälende Saiten-Geknarre eingesetzt. Schade, hätte ich bei dem Titel des Longplayers doch eher an den berühmten Gitarrenverstärker gedacht, dessen Regler doch bitte bis „11“ gehen müsste (SPINAL TAP lassen grüßen).

Aber egal, denn alles was davor kommt ist großes Kino von internationalem Format. Man merkt zu jeder Zeit, dass die Band schon seit dem Jahr 2000 zusammen spielt und sich nicht erst vorgestern dazu entschlossen hat, diese Art von Musik in die Welt hinauszutragen. Besonders gut gefällt mir, dass nicht nur alle Nase lang Breaks in den Sound hineingewebt werden müssen, sondern zwischendurch auch mal ausgiebig gerockt wird und das sogar in bester CROWBAR-Manier. Daran sind auch die fehlerlosen und druckvollen Vocals von Steve Diener nicht ganz unschuldig. Als weitere Referenzpunkte muss man natürlich MASTODON angeben, aber auch Elemente von Bands wie THE OCEAN oder CONVERGE finden sich in dem vielschichtigen Sound wieder. Ich schmeiße auch noch die alten ULME mit in den Topf, da der Gitarrensound und die Rhythmus-Arbeit mich des Öfteren an die deutsche Ausnahmeband erinnert.

Mehr Lob kann ich nun wirklich mehr aussprechen, deswegen sollte alle Freunde des Noise-Core in all seinen Varianten der Band unbedingt ihr Gehör schenken. Es muss nicht immer Amerika sein, aber trotzdem bleibt die Frage: Who killed Laura Palmer?!

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The-Pit.de

Palmer: “Wir sind wie ein guter Wein…”

Niclas Pepperhoff

Und nicht ohne Grund habe ich diesen kleinen Ausschnitt als Titel für dieses Interview gewählt, denn die Musik von Palmer ist wirklich “wie ein guter Wein”. Und was muss ein guter Wein? Ganz klar er muss reifen und sich entfalten. So verhält es sich auch mit dem Debütalbum der Schweizer “This One Goes To Eleven”, das mit seinem Abwechslungsreichtum und seinen vielen musikalischen Details erschlossen werden möchte und mit jedem Hören ein wenig mehr von sich preisgibt, bis man es irgendwann in sein Herz geschlossen hat. Aber nun genug des Vorspannes und Vorhang auf für Jan, seines Zeichens Palmer – Gitarrist, der uns in diesem Interview Rede und Antwort stand.

The-Pit.de: Hi, wie geht es euch?

Jan: Uns geht es prima. Besten Dank der Nachfrage.

The-Pit.de: Mit “This One Goes To Eleven” erschien jüngst euer Debütalbum via Czar Of Crickets. Allein aus diesem Grund dürfte der Name Palmer vielen noch unbekannt sein. Bitte nutzt die Gelegenheit, euch kurz vorzustellen.

Jan: Palmer besteht aus Steve (Gesang), Remo (Schlagzeug), Ueli (Bass) und mir (Gitarre). 4 Kumpels, welche ein gemeinsames Hobby teilen und ausleben dürfen.

The-Pit.de: Gegründet habt ihr euch bereits im Jahre 2000; warum hat es denn so lange gedauert, bis “This One Goes To Eleven” veröffentlicht wurde?

Jan: Naja, bei uns dauert es eben ein bisschen länger, das hängt sicher auch damit zusammen, dass wir beruflich ebenfalls ziemlich eingespannt sind. Bis zur nächsten Scheibe wirds jedoch nicht mehr so lange dauern. Versprochen!

The-Pit.de: Wie seid ihr denn damals überhaupt als Band
zusammengekommen?

Jan: Steve und ich haben schon vor Palmer zusammen gespielt. Als sich unsere Band auflöste, wollte ich unbedingt wieder was machen. Für mich war klar, Steve wieder mit ins Boot zu holen. Steve ist einer der besten Frontmänner die es gibt. Remo den Drummer kannten wir von einer anderen Band. Den habe ich einfach angefragt und er war dabei. Und Ueli war damals einer der wenigen Fähigen Bassisten und war auf meine Anfrage ebenfalls mit von der Partie. Also relativ unspektakulär das Ganze. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die richtigen aus der lokalen Szene gefunden haben.

The-Pit.de: Aufgenommen habt ihr das Album mit den GURD
Mitgliedern VO Pulver und Franky Winkelmann. Wie kam es eigentlich zu dieser Zusammenarbeit?

Jan: Unser erstes Konzert spielten wir mit Gurd. Der Kontakt blieb immer lose bestehen. Wir haben VOs und
Frankys Arbeit immer aus der Distanz mitverfolgt und als es dann darum ging, sich für ein Studio zu entscheiden, fiel die Wahl schnell auf das Little Creek Studio. Die Jungs wissen von was sie reden und zudem ist das Preis-Leistungsverhältnis super.

The-Pit.de: Musikalisch befindet ihr euch irgendwo zwischen Noisecore, Metal und Sludge, dennoch fällt es mir gar nicht so leicht wirkliche Referenzbands anzugeben bzw. euren Stil genau zu erfassen. Welche Bands würdet ihr denn anführen und wie würdet ihr euren Stil am ehesten beschreiben?

Jan: Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Wir machen einfach unser Ding und wenn wir eigen klingen, freut uns das eigentlich. Ja das kann man sogar als Kompliment auffassen. Oft fallen in den Reviews Namen wie Isis, Neurosis, Cult of Luna, Mastodon usw. Sagen wirs mal so: live würden wir uns mit genannten Bands sehr gut ergänzen.

The-Pit.de: Gibt es bestimmte Bands, die ihr als Idole anseht
und die euch bei eurem musikalischen Werdegang beeinflusst haben? Und wenn ja, warum gerade diese Bands?

Jan: Ich kann da nur für mich sprechen, und ja die gibt es. Zum Beispiel Meshuggah oder Allan Holdsworth und einige Jazzgitarristen. Man hört dies auf der Platte nicht, trotzdem bin ich überzeugt, dass ich ohne diese Leute nicht so spielen würde wie ich spiele. Bei den anderen hält sich das vom Prinzip her ähnlich.

The-Pit.de: Ihr habt bereits Auftritte mit Größen wie Caliban oder Blood For Blood gespielt, doch welches Konzerterlebnis ist euch am schönsten in Erinnerung geblieben?

Jan: Da gibt es einige. Wir sind wie ein guter Wein, je älter wir werden desto besser spielen wir. Daher war auch das letzte Konzert ein Hammer. Mit den Jungs von Blood for Blood abzusumpfen war auch ein einzigartiges Erlebnis. Wir haben viel gelernt, z.B. was ein Pink Sock, Dirty Sanchez, Fieser Houdini usw ist.

The-Pit.de: Und welchen Auftritt würdet ihr eher als peinlich bezeichnen und am liebsten aus dem Gedächtnis löschen?

Jan: Es gab da einen, da hatte der eine oder andere vor dem Konzert zu viel gebechert. Das Konzert war einfach nur scheisse, aber die Betroffenen haben daraus gelernt.

The-Pit.de: Auf eurer MySpace – Seite (http://www.myspace.com/palmernoise) sind ja einige Livetermine angekündigt; u.a. in der Schweiz oder in Italien. Werdet ihr demnächst auch in Deutschland live zu sehen sein?

Jan: Wir würden liebend gerne bei euch spielen. Im Moment ist nichts geplant. Aber wir sind jederzeit bereit. Also meldet euch bei uns.

The-Pit.de: Wo würdet ihr am liebsten mal ein Konzert spielen oder auf Tournee gehen?

Jan: Ein Ziel von uns ist es, eine Europatour zu spielen. Wo wir spielen ist eigentlich zweitrangig.

The-Pit.de: Wie sieht bei euch der Songwritingprozess aus?

Jan: Ich bringe normalerweise die Riffs oder fast fertige Songs, welche dann im Proberaum fertiggestellt werden. Jeder kann seine Ideen noch einbringen. Steve ist für sämtliche Lyrics zuständig.

The-Pit.de: Was darf man von Palmer in der nächsten Zeit noch erwarten und was wünscht ihr euch für eure musikalische Zukunft?

Jan: Wir wollen vor allem gute und viele Gigs an Land ziehen. So kommt eine Band wie wir am besten voran.
Zudem wollen wir in absehbarer Zeit eine zweite Scheibe aufnehmen. Ein weltweiter Vertrieb wäre natürlich sehr wünschenswert.

The-Pit.de: Möchtet ihr noch ein paar letzte Worte an unsere Leser richten?

Jan: Wir danken euch für die Unterstützung. Es würde uns freuen bei euch zu spielen und zusammen ein Bierchen zu vernichten.

The-Pit.de: Vielen Dank für das Interview.

Jan: Bitte gern geschehen!

The-Pit.de: Zum Abschluss hinterließ uns Jan noch Kommentare zu den neun Songs auf “This One Goes To Eleven”.

Jan:

  1. Shedding Skin -Ein schleppender, wuchtiger Stampfer mit viel Dynamik und geilen Melodien.
  2. Who Am I -Oft hören wir, dass dies unser “Hit” sei. Kompakter Song mit spannendem Zwischenteil.
  3. Bury The Bones -Ein schneller Song mit einer gewissen Hektik. Gegen Schluss löst sich BtB in eher langsamen, schleppenden Parts auf.
  4. Bitter Sweet Revenge -Ebenfalls ein träger Song mit einem sehr schweren Riff. Dazu kommen die fiesen Gastvocals von Frederyk Rotter (Zatokrev und Labelchef unseres Labels Czar of Crickets). Ein jazziges Solo im Mittelteil sorgt für Auflockerung.
  5. Temptation -Ein schneller, abwechslungsreicher Song. Geht super nach vorne ab und ist dementsprechend aggressiv.
  6. Deception -Ein Mid-Tempo Stampfer vom Feinsten. Ein Geheimtipp sozusagen und eine sichere Bank im Liverepertoire. Vielleicht unsere eingängigste Nummer.
  7. Times Past By -Ein paar fiese Riffs treiben diesen Song nach vorne. Auch hier ein Gastmusiker im Spiel: Nämlich VO von Gurd mit einem coolen Solo.
  8. Souls Divided -Ein epischer 10 Minuten Song, bei welchem wir bewusst jeden Part grosszügig ausspielen. Der Mittelteil hebt dann völlig ab mit abgefahrenen Sounds von unserem Bassisten Ueli.
  9. Eleven -Kein Song im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Soundcollage von Ueli. Ein spezieller Ausklang einer speziellen Band;-).

Wir möchten uns herzlichst bei Jan, den restlichen Palmer – Jungs und Fredy (Czar Of Crickets) für das Interview bedanken. Das Review zu “This One Goes To Eleven” findet ihr natürlich bei uns und außerdem solltet ihr unbedingt mal diese Links antesten:

Metalnews.de

Quickie-Interview mit Jan Wälchli von Palmer

Alexander Eitner

Dein momentaner Aufenthaltsort, während Du diese Fragen beantwortest?

Zu Hause vor dem TV.

Was hast Du gestern Abend/Nacht gemacht?

War zu Hause vor dem TV.

Was machst du morgens nach dem Aufstehen als erstes?

TV schauen. Nein, natürlich gemütlich duschen.

Wie bist Du zur harten Musik gekommen?

Mit 12 Jahren habe ich im Radio die CH-Hitparade gehört und bin so auf HELLOWEEN gekommen. Die waren mit der Single „Dr. Stein“ dabei. Danach war’s um mich geschehen. Also großen Dank Germany!

Auf wem würdest du beim Stagediven gerne mal “notlanden”?

Auf Charlize Theron.

Welche ist die peinlichste Platte in Deiner Sammlung?

Uff, da muss ich überlegen. Ok, MEAT LOAF, aber die gehört mir eigentlich gar nicht.

Die größte Peinlichkeit in Deinem Leben?

Ich war mal mit Kollegen zelten. Am Abend wurde jeweils amtlich gefeiert. Ich musste mal pinkeln gehen und habe mich von der Meute entfernt, schnurstracks in Richtung eines nahe gelegenen Zauns. Während dem Ausüben des Geschäfts hörte ich was rappeln, machte mir aber keine weiteren Gedanken. Als ich fertig war, stellte ich fest, dass da einer besoffen am Boden vor meinen Füßen lag. Na ja, Pech gehabt…

Die größte Dummheit, die Du je begangen hast?

Die CD von MEAT LOAF ausleihen zu lassen.

Dein Lieblingsessen?

Pasta.

Dein Lieblingsgetränk?

Bier.

Hast Du ein Vorbild?

Nein, es gibt aber viele Menschen, die ich bewundere.

Das Cover welcher Platte ist definitiv das coolste?

THE DILLINGER ESCAPE PLAN mit „Calculating Infinity“. Sehr smart.

Und welches Cover welcher Platte ist definitiv das beschissenste?

Echt keine Ahnung. Irgendeine Scheibe aus den 80ern. Die sahen fast alle Scheiße aus.

Welche drei Sachen würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Freundin, Gitarre und Früchte, ähh nein, doch lieber ein paar gute Flaschen Wein.

Mit wem würdest du gerne mal auf der Bühne stehen?

Mit den Jungs von MESHUGGAH.

Wen würdest Du gerne mal treffen?

Allan Holdsworth [Anmerk.: britischer Jazz-Gitarrist und Komponist]. Hab ich übrigens schon.

Das bizarrste Erlebnis mit Fans?

Wir spielten in einem Jugendhaus. Die Bands vor uns spielten Mundartpop usw. Ja, man kann sagen, es waren lauter Schülerbands. Dementsprechend waren viele Mütter, Väter etc. anwesend. Der Schuppen war gut gefüllt, als wir anfingen. Nach ca. zehn Sekunden hat man die Bühne mit heftigem Nebel eingehüllt. Als sich der Nebel verzog [nach ca. einer Minute], waren noch fünf Leute anwesend. Die waren aber voll begeistert und auch erleichtert, dass doch noch eine Band abrockt. Und das zählt doch, oder?

Bis dato unerfüllter Lebenswunsch?

Eine fette Tour mit PALMER. Aber das werden wir schaffen, glaubt uns.

Dein Lebensmotto?

Carpe diem. Nutze den Tag.

Original article

Helldriver-Magazine.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

rg

Palmer aus der Schweiz existieren bereits seit 2000 doch erst jetzt erscheint das erste Album der Band. Acht Jahre sind eine lange Zeit um Songs und Ideen reifen zu lassen. Das kann man dem Album auch anhören. Hier sind definitiv keine unerfahrenen Musiker am Werk. Die Band kombiniert Sludge, Metal und Noise zu einem Gesamtsound der sich am besten mit Bands wie Cult Of Luna, Neurosis oder auch Isis vergleichen lässt. Wobei die Truppe es insgesamt weniger Atmosphärisch als die genannten angehen lässt und sehr viel häufiger die Sludge/Stoner-Riffkeule schwingt. Die Band zimmert massive Riffwände zusammen die immer wieder durch ruhige Parts aufgelockert werden. Das ganze spielt sich im unteren Tempobereich ab. So entsteht eine recht erdrückende Stimmung, was aber in diesem Fall keinesfalls negativ auszulegen ist. Palmer schaffen es ihre Songs interessant zu gestalten und somit zu fesseln. Mit den ganz Großen des Genres können sie zwar noch nicht ganz gleichziehen, sind aber definitiv auf einem guten Weg dahin. Die Produktion fand im Studio GURD statt und klingt entsprechend fett. Den Namen Palmer sollte man sich merken.

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Heavy-Metal.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Menschenfeind

PALMER aus der Schweiz existieren schon seit dem Jahr 2000, haben es aber erst jetzt geschafft ihr Debüt zu veröffentlichen. Ihr Stil ist eine schwer verdauliche Kombination aus Hardcore, Alternative Metal und Sludge. In der Bandinfo wird noch von Jazz-Elementen gesprochen, diese sind aber mehr als zu vernachlässigen. Ein Glück, denn die bereits gebotene Mischung liegt schon schwer genug im Magen. Hier wird einiges vom Hörer abverlangt.

Der Sound ist absolut fett und hat mächtig Druck, sodass die Riffs alles planieren was ihnen in die Quere kommt. So soll es sein! Die Atmosphäre ist sehr stark auf Aggression ausgelegt, Shouter Steve Diener unterstützt diese Stimmung mit seinen extremen Growls und dem stellenweise düsteren Flüstern sehr gut. Die Rhythmusfraktion hat auch alles im Griff, die Post-Hardcore Elemente kommen hier besonders stark raus. Doch PALMER können nicht nur auf die Tube drücken, hier und da haben sich einige ziemlich geile Breaks eingeschlichen, die dem ganzen Material noch mehr Dynamik verleiht. Hier und da fühlt man sich zwar stellenweise etwas überrumpelt und hat leichte Probleme, den roten Faden wiederzufinden, doch genau das macht aus „This One Goes To Eleven“ zu einem höchst anspruchsvollen Werk.

Man merkt, ich bin begeistert! Ich hätte nicht gedacht, dass man so aggressive Musik erschaffen kann, wenn man aus der beschaulichen Schweiz kommt. Wer nichts gegen eine leicht abgedrehte Stilmischung hat und auf Hardcore und Metal steht, sollte zugreifen!

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Pavillon666.fr


Review: Palmer – This one goes to eleven

Avalon

Et un autre groupe dans le style « à la mode », un ! La scène metal regorge en ce moment de groupes clonés estampillés deathcore/metalcore. Attention cependant, tous ne sont pas de simples clones et tous ne sont pas forcement ennuyeux. Nous avons à faire ici à un jeune groupe suisse allemand, crée en 2000, qui a sorti un EP en 2004 et donc son tout premier album en 2007/2008. Sur un court extrait de leur bio, le label promet un mélange de Suldgecore/metal, avec des influences jazz, alternatif, pro et post rock. Le menu est alléchant, voyons voir ce qu’il se passe en cuisine.

Premier point positif, une bonne production, et un artwork/livret à la fois sombre et un peu torturé. Musicalement ensuite, c’est du lourd (qui parle de doom-core ?). Certes le groupe possède ce petit air de ‘déjà entendu’, surtout coté voix, un deathcore écorché au maximum, c’est devenu si fréquent… d’autant plus qu’il est ici très linéaire et à force, fatiguant. Par contre niveau instruments, c’est parfois la fête. Entre du gras, lourd – et conventionnel – metalcore (« Temptation »), se glisse des compos qui ressortent bien du lot tel le bon « Bitter sweet revenge » avec des breaks, des passages prog, etc… Malheureusement, la lourdeur générale de ce metal sludge/core ne sauve pas entièrement les meubles et l’autre partie moins conventionnelle qui se réclame de leurs influences jazz/prog ne sont que trop peu nombreuses pour faire de cet opus une réussite, et pouvoir se démarquer de la multitude de groupes identiques.
Dommage car le potentiel est là, il ne manque plus qu’une musique plus originale, plus barrée, et plus surprenante. Pour une fois que je regrette qu’un groupe ne fasse pas plus ressortir ses influences…

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The-Pit.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Niclas Pepperhoff

Die Band Palmer kommt aus der schönen Schweiz und existiert bereits seit knapp acht Jahren. Doch erst jetzt erscheint mit „This One Goes To Eleven“ ihr offizielles Debütalbum, das eine durchaus positive Überraschung darstellt. Produziert von VO Pulver und Franky Winkelmann, ihrerseits Mitglieder der schweizerischen Band GURD, bietet „This One Goes To Eleven“ – anders als man bei diesem Albumtitel vielleicht gedacht hätte – neun druckvoll produzierte Songs, die für Post – Hardcore, Noisecore und Sludge – Freunde und für Fans von Bands wie Converge oder aber Isis durchaus interessant sein könnten.

Besonders das gute Gespür für Abwechslung innerhalb der Songs ist dem Quartett absolut anzuerkennen. Hier werden mal idyllische, psychedelische Momente, mal druckvolle, teilweise gar doomige Wutausbrüche und streckenweise völlig undurchschaubar erscheinende Noise – Passagen konsequent aneinandergereiht und dies in einer Art und Weise, die zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt oder langatmig erscheint. Es ist zwar nicht so, dass sich „This One Goes To Eleven“ als unheimlich eingängig erweist und auch wird sich dieses Album mit Sicherheit nicht als Hintergrundmusik bei einem gemütlichen Treff mit Freunden eignen, aber damit rechnet der geneigte Noisecore – Anhänger sowieso nicht und will dies wahrscheinlich auch gar nicht.

Ein Highlight des Albums ist in meinen Augen bereits der langsame, aber intensive Opener „Shedding Skin“, bei dem besonders der sonderbar coole Gesang von Frontmann Steve Diener ins Auge fällt, welcher gekonnt zwischen brodelnden Brüllorgien und dreckigen Rockvocals variiert.
Ebenfalls zu den Höhepunkten des Album gehört „Deception“, das eine ziemlich rockige und prägnante Gitarrenarbeit aufweist und mich aus irgendeinem Grund von der Atmosphäre (weniger von der Musik) her partiell an die wiedervereinigten Revolutions – Rocker Rage Against The Machine erinnert. Bemerkenswert sind auch die unheimlich gelungenen Wendungen, die diesen Song stetig nach vorne treiben.

Wo wir gerade beim Thema Wendungen sind; der mit fast zehn Minuten Spielzeit längste Song des Albums „Souls Divided“ beinhaltet solche (wie nicht anders zu erwarten war) en masse und beeindruckt mit einer unheimlich düsteren und beklemmenden Stimmung, zu welcher der mysteriöse Sprechgesang natürlich ungemein beiträgt. Abgesehen vom langweiligen viermüntigen Instrumentalgeräuschinferno „Eleven“ befindet sich auf „This One Goes To Eleven“ kein Ausfall und die Songs verfügen über eine lobenswerte qualitative Konstanz.

Fazit: Zwar bin ich persönlich nicht der allergrößte Noisecore – Anhänger und Fan, aber ich kann mit sehr gut vorstellen, dass „This One Goes To Eleven“ bei eben diesen recht gut ankommen wird. Rein objektiv lässt sich festhalten, dass Palmer ein musikalisch ansprechendes und niveauvolles Album kreiert haben, in das die angesprochene Zielgruppe mal ein Ohr riskieren sollte.

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Whiskey-Soda.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Baja

Seit 2000 gibt es die Schweizer Band Palmer bereits und doch hat es bis heute gedauert, bis die vier Herren ein Debütalbum auf die Menschheit loslassen. “This One Goes To Eleven” heißt das gute Stück und man kann getrost das Motto ‘was lange währt, wird endlich gut’ hierauf anwenden.

Was den Hörer auf “This One Goes To Eleven” erwartet ist schwer in Schubladen zu stecken. Noisecore sagt Palmer selbst dazu und es passt vielleicht wirklich am ehesten zu dem, was Sänger Steve Diener, Gitarrist Jan Wälchli, Bassist Ueli Heiniger und Schlagwerker Remo Röschli da fabrizieren. Eine Mischung aus Tempo, Rhythmus, Aggressivität und Härte vereint sich mit den rauen, tiefen Growls von Steve Diener. Einfach ist das Werk des Quartetts nicht zu verdauen, dafür kostet es zu viel Anstrengung den Songs mit ihren teilweise krank und verquer klingenden Parts zu folgen, die immer genau dann von eingängigen Melodienbögen abgelöst werden, wenn man denkt es nicht mehr ertragen zu können. Warum die Scheibe “This One Goes To Eleven” heißt, obwohl auf dem CD-Cover nur neun Tracks ersichtlich sind und davon der letzte “Eleven” heißt, gilt es nun noch herauszufinden. Die Empfehlung lautet hier: Tracks mitzählen und man kommt von ganz allein dahinter.

Palmer haben ein bemerkenswertes Debüt geschaffen, das sich, sauber produziert, positiv vom ganz normalen Metal-Einheitsbrei abhebt, auch wenn “This One Goes To Eleven” sicher niemals Mainstream werden wird, da die Band Einiges von ihren Hörern abverlangt.

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Heavymetal.ch


Review: Palmer – This one goes to eleven

Luc Bischof

Die vierköpfige Band aus der Langenthaler Umgebung existiert bereits seit 2000. Dennoch präsentieren uns die Jungs hiermit ihr Longplay-Debut. Palmer haben aber schon einiges an Live-Erfahrung gesammelt, was auf “This One…” deutlich zu hören ist. Die Musik beschreibt das Label als Metal/Sludge/Post-Hardcore mit Jazz-Elementen. Das trifft es ganz gut. Als Vergleichspunkte kann ich Bands wie Neurosis, Zatokrev, oder Unfold (CH) anbieten. Für die Aufnahmen ist man zu Franky und V.O. ins Little Creek Studio gegangen und die haben dieser CD der richtigen Sound verpasst. Druckvoll, dynamisch und dennoch mit der nötigen Portion “Dräck”.

Die neun Songs auf “This One…” bewegen sich vorzugsweise im Midtempo-Bereich oder darunter. Immerwieder sorgen jazzige, entspanntere Zwischenparts für Auflockerung der ansonsten eher beklemmenden Stimmung, die die schweren Riffs der Gitarre verbreiten.
Dies hier ist keine Musik, die man “so nebenbei” hören kann. Palmer sind intensiv, heavy, aggressiv und im gegebenen Moment auch sehr gefühlvoll mit etwas dezenterer Instrumentierung.
Einzelne Songs herauszuheben fällt ziemlich schwer, man sollte “This One Goes To Eleven” sowieso am Stück auf sich wirken lassen. Dennoch drängt sich “Souls Divided”, mit einer Spielzeit von knapp zehn Minuten, geradezu auf, besondere Erwähnung zu erlangen.

Liebhaber obenerwähnter Bands und Stilrichtungen können bedekenlos zugreifen! Palmer haben ein sehr reifes Debut abgeliefert. Respekt!

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