Mrocznastrefa.com

 

Review: Palmer – This one goes to eleven

Diovis

Nie widac dna w worze z zespolami spod znaku sludge-core’a. Co rusz pojawiaja sie nowe nazwy, a praktycznie kazda z nich prezentuje kawal mocnej, dobrze zrobionej i dobrze brzmiacej muzy. PALMER to debiutanci i mimo, ze maja na koncie tylko jedno demo, to na “This One Goes To Eleven” postawili sobie wysoko poprzeczke i wyszli z tego obronna reka. Bo chociaz pozostaja pod przemoznym wplywem NEUROSIS, to nie jest to czysta zrzynka. PALMER stara sie isc droga ciezkiego, agresywnego, gitarowego grania, w którym jest tez miejsce na rozliczne smaczki (akustyki, solo na akustycznym basie w “Who Am I”, rockowa solówka w “Times Past By”, jazzowa partia gitary w “Bitter Sweet Revenge” etc.), ale przede wszystkim Szwajcarzy dbaja o to, by nie rozwlekac utworów w nieskonczonosc, stad oscyluja one tutaj w granicach trzech, czterech, góra pieciu minut. Tylko jeden, cholernie rozbudowany “Souls Divided” zostal rozdmuchany do niemal 10 minut. Stanowi on jednak apogeum tego krazka. Reszta swiadczy o zmysle kompozycyjnym czlonków PALMER’a i widocznych próbach ucieczki przed zapedzeniem sie w kozi róg. Bo dobry sludge wcale nie równa sie dlugasnym numerom po kilkanascie minut. Opisywani panowie na razie nie sa znani poza rodzima Helwetia, ale kto wie moze juz wkrótce bedzie sie ich wymieniac w jednym rzedzie z NEUROSIS, ISIS, CULT OF LUNA czy ich rodakami z ZATOKREV. Pod warunkiem jednak, ze podejda do tego, co robia jeszcze odwazniej i nie bedzie im mozna juz zarzucic podobienstw do tej czy innej kapeli. Aha, i zastanawia mnie fakt, ze we wkladce widnieje 9 tracków (i tyle w istocie jest), ale ostatni pt. “Eleven” jest poprzedzony wlasnie cyfra 11. Taki zarcik, czy co?

Metal.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Sickman

PALMER stricken geschickt eine Kombination aus modernen Sounds zusammen, der in der Schnittmenge zwischen Sludge, Post Hardcore und Alternative Metal liegt. Müsste ich Vergleiche ziehen, würde ich ORANGE GOBLIN (oder wahlweise eine andere, schwere Stoner-Band) nehmen und diese mit MASTODON in einen Topf werfen, ein paar Mal kräftig umrühren und für die geschmackvollen Spitzen eventuell noch die eine oder andere Zutat, wie zum Beispiel CULT OF LUNA hinzufügen; letzteres aber eben nur, um die Randnoten ein wenig zu betonen.

Wenn man bedenkt, dass diese Burschen hier aus der Schweiz kommen und mir eher wenige Bands aus dieser Region geläufig sind, die ähnlichen Sounds frönen, sollte man vor PALMER einen kleinen Anstandsknicks machen, denn sie bringen das, was sie machen gut, ehrlich und weitestgehend überzeugend rüber.

Selbst wenn die eine oder andere Ecke in manchen Songs noch ein wenig ausgefeilter hätte tönen können oder der ständige Schreigesang nach meinem bescheidenen Geschmack etwas variabler hätte ausfallen können, erledigen PALMER ihre Sache von solide bis gut.

Der Sound ist schwer, die Instrumentierung, bzw. das Gespielte ebenso und hier und da verspürt man sogar eine gnadenlose Riff-Walze über einen hinwegrollen. So soll es sein. Die klitzekleinen, eingestreuten Jazz-Spielereien möchte ich an dieser Stelle nicht weiter beleuchten, denn selbst wenn in der Promo-Info damit geworben wird, sind diese Einflüsse nur sehr marginal zu vermelden und somit nicht wirklich ausschlaggebend oder tiefer erwähnenswert.

Letztendlich ist “This One Goes To Eleven” ein nettes bis gutes Album um aufgestaute Aggressionen abzulassen und zudem bestens geeignet, den konservativen Nachbarn mit fettem Gitarrengedonner und gnadenlosem Geschrei den Mittagsschlaf zu rauben. Antesten geht für alle Genreinteressierten hiermit mindestens der Reinhörbefehl raus.

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With Love, The Underground


Review: Palmer – This one goes to eleven

Thomas Eberhardt

PALMER aus der schönen Schweiz veröffentlichen über das relativ junge Label Czar Of Crickets und erinnern den Hörer doch deutlich an Corebreaker Bands, was gar nicht so verwunderlich ist, da der Gründer von Czar Of Crickets (und Mitglied bei ZATOKREV) ebenfalls mit seiner Band bei diesem englischen Label beheimatet war. PALMER stammen aus der Langenthaler Gegend und sind seit über acht Jahren aktiv, was man ihren reifen Tracks auch anhört. Ihren Stil könnte man aus eine Mixtur aus Metal/Sludge und Mathcore bezeichnen. Die neun Lieder sind episch in ihren Dimensionen und komplex in ihrer Struktur, was eine Konntextuierung mit MASTODON sinnvoll macht. Der Auftakt von “Bitter Sweet Revenge” erinnert an BOTCH und da man auf gesamter Länge dieses Tracks auch disharmonische Chords, waghalsige Tempowechsel und sprunghafte Jazzvariationen verarbeitet, darf man wohl behaupten, dass PALMER bessere Ideen haben, als der Rest der Mathcore-Szene. Bedenkt man, dass die Schweizer bisher lediglich ein Demo mit vier Songs aufgenommen haben und jetzt ein derart reifes Album vorlegen, muss man den Hut vor diesem Quartett ziehen. Die Band ist ausserhalb der Schweiz noch auf Labelsuche, wenn also jemand noch eine tolle Combo für sein Label sucht, dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um sich PALMER zu sichern und diejenigen, die Musik lieber hören als veröffentlichen, werden PALMER bestimmt auch zu schätzen wissen.

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OX Fanzine


Review: Palmer – This one goes to eleven

Ingo Rotkehl

Netter Witz, den die Schweizer da abziehen. Zwar hat die CD nur neun Tracks, aber der letzte heißt “Eleven”, womit der Titel des Albums dann schon wieder in Ordnung geht. Genauso – und darum geht es ja in diesem Review eigentlich – wie die Musik, die auf ihm zu finden ist. Sogar ein bisschen mehr als nur das. Erstaunlich reif klingt das alles für ein Debütalbum. Ein Blick in den Beipackzettel verrät dann auch, dass PALMER schon seit dem Jahr 2000 am Start sind und somit keine Greenhorns mehr. Als Sludge- und Metalband muss man auch einfach abgebrüht klingen, sonst nimmt einem die Bösartigkeit ja keiner ab. Und von der befindet sich eine Menge in den meist zähflüssigen, aber verdammt groovenden Songs auf “This One Goes To Eleven”. Ab und zu gibt es sphärische Ausflüge wie zum Beispiel das schon angesprochene letzte Stück, das mit seinem dröhnenden Bass und dem kratzenden Gitarrengeräusch ganz schön unheimlich klingt. Furchteinflößend klingen auch die gurgelnden Growls von Steve Diener, der sich einen heißen Wettstreit um den tiefsten Ton mit seinen Mitmusikern liefert. Bevor die Band dann in bodenlose Tiefe abschmiert, durchbricht ein plötzliches fast schon jazz-artiges Intermezzo die Tristesse und sorgt für einen auflockernden Moment. In einem anderen Review wurden PALMER mit den DEFTONES verglichen. Das passt ganz gut und wenn man noch einen großen Teil NEUROSIS und EYEHATEGOD dazu packt, weiß man die Band aus der Langenthaler Umgebung auch ganz gut musikalisch zu verorten. Und über die musikalischen Qualitäten braucht man sich sowieso keine Sorgen zu machen.

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Realrocker.net

Neues Album unter der Lupe

Review: Palmer – This one goes to eleven

Reto Lanz

“This One Goes To Eleven” ist ein Album, welches ich immer noch nicht totgehört habe, was eigentlich erstaunlich ist, denn dieses Album rotiert und rotiert und rotiert seit mehreren Wochen in meinem CD-Player, irgendwie findet die Scheibe immer wieder den Weg in das CD-Fach…und das spricht für die Veröffentlichung von Palmer aus Langenthal.

Schon der Opener „Shedding Skin“ legt mit massiven Riffs und brachialen Soundwänden los und bohrt sich so seinen Weg durch den Gehörgang und arbeitet sich langsam in die musikalische Schaltzentrale des Gehirns vor, um dort das musikalische Inferno anzukünden und die Synapsen auf ein Feuerwerk vorzubereiten. Dieses Feuerwerk zündet dann „Who Am I“, welches sphärisch angehaucht eingeläutet wird, um dann nach wenigen Sekunden zu explodieren. Dicke Gitarrenstahlwände bauen sich um des Hörers Ohren auf, dies über die volle Länge des Album, wobei hier nicht nur das volle Brett zum Zuge kommt, sondern man sich auch in manchen melodiösen Spielereien wiederfindet, um dann postwendend in einem Stakkatohagel unterzugehen…

Mit „Deception“ ist Palmer ein Referenzsong geglückt, der neben aller Brachialität auch die melodischen Aspekte dieser Band aufzeigt…grossartig! Auch sonst zeigen sich Palmer auf ihren Debüt facettenreich, neben derben Stampfer wie „Temptation“ stehen das schleppende „Times Past By“ oder das fast episch anmutende „Souls Divided“.

Sänger Steve Diener verausgabt sich auf „This One Goes To Eleven“ mit seiner Stimmgewalt, als ob es kein Morgen geben wird, er schreit, kreischt und dröhnt, als hätte er Chino Moreno und Phil Anselmo verschlungen und nicht wieder ausgespuckt. Auch die Mitstreiter Wälchli (Git.), Heiniger (Bass) und Röschli (Drums) haben den musikalischen Bastard, wie auf der gleichnamigen Demo EP, mit grossen Löffeln vertilgt. Pauschal kann man sagen, dass „This One Goes To Eleven“ derben Metal mit technischem Anspruch, progressive und doch eingängige Songstrukturen, schleppende und fies drückende Doom/Sludge-Passagen mit einem ziemlichen mörderischen Groove bietet.

9 Attacken auf die Gemütlichkeit und eitlen Sonnenschein, jenseits gebräuchlicher Genre-Schubladen. Fies, böse, eindringlich, bewegend, authentisch, intensiv und eigen werden hier 9 Songs in kurzweiligen 43 Minuten wiedergegeben! Ein Pflichtkauf für Freunde der hart-schleppenden Töne.

Skartnak.com

Review: Palmer – This one goes to eleven

Matti

This One Goes to Eleven : sous entendu, on met les amplis au taquet et on envoie le gras. Palmer est un groupe helvétique qui pratique une noise aux confins de l’indie-rock, du metal ou du sludge. Entre Portobello Bones, Zatokrev et Neurosis, Palmer montre qu’il en a dans le ventre sur ce premier album. Soutenu par Czar of Crickets, label/collectif bâlois qui commence à faire parler de lui ce This One Goes to Eleven au graphisme peu inspiré, se défend bien parmi les petits nouveaux du genre. C’est son sens du riff lourd et lent qui semble faire la différence, il se plante par contre franchement lorsqu’il tente d’accélérer la cadence (« Temptation »). Un début plutôt encourageant dans l’ensemble.

Metalnews.de


Review: Palmer – This one goes to eleven

Alexander Eitner (soulsatzero)

Robert Palmer macht jetzt Noisecore!

PALMER existieren seit dem Jahr 2000 und kommen aus der Langenthaler Umgebung in der Schweiz. Nach einer vor drei Jahren veröffentlichten EP folgt nun erst das Debüt „This One Goes To Eleven“, das mit einer Mischung aus Noisecore, Sludge, Post Hardcore und ein wenig Jazz aufwartet.

Zuerst einmal sorgt der Titel für Verwirrung, denn eigentlich befinden sich nur neun Songs auf dem Silberling. Wer jedoch etwas genau hinsieht, wird in der Booklet-Beschriftung erkennen, dass nach dem achten Track „Souls Divided“ direkt und augenzwinkernd das experimentelle elfte Lied mit dem bezeichnenden Titel „Eleven“ gelistet wird. Gestört hätte es jedenfalls nicht, wenn auf der Scheibe noch zwei weitere Songs enthalten wären, denn das Material der Schweizer kann sich durchaus sehen lassen. Die Jungs schaffen es größtenteils, ausgewogene Kompositionen zu schreiben, in denen sowohl die krachigen Hardcore-Ausbrüche als auch ruhige und verspielte Elemente, die bisweilen ins Jazzige abdriften, enthalten sind. Zusammen ergibt dies eine vielseitige Mischung, die vom variablen Gesang von Steve Diener lebt, mit einer guten Produktion, die druckvoll und differenziert ist, ausgestattet ist und zudem einen Gastauftritt von ZATOKREV-Fredy bei „Bitter Sweet Revenge“ enthält.

„This One Goes To Eleven“ weiß insgesamt mit wuchtigen und abwechslungsreichen Songs, die mal nach vorne abgehen, mal eher reduziert und ruhig gestaltet sind, zu überzeugen. Mal schauen, was in Zukunft noch von PALMER zu hören sein wird; ihr Debüt ist jedenfalls eine runde und gelungene Sache geworden. Freunde des Post Hardcore, Noisecore und solcher Bands wie beispielsweise ISIS oder auch CONVERGE sollten sich nicht vom Teaser abschrecken lassen, sondern die Scheibe mal antesten.

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Aargauer Zeitung

Brachial und melancholisch

Michelle Huber

Der Badener Remo Roeschli spielt mit seiner Langenthaler Band
Palmer im Merkker.

Man kennt ihn als den freundlichen Verkäufer im Snowboard- und Skateshop Pabobi: Remo Roeschli, nie um ein Spruch verlegen, mit seinem spitzen Ziegenbärtchen und dem Berner Dialekt. Doch die gemütliche Erscheinung hat auch noch andere Talente: Morgen Abend wird er mit seiner Band Palmer aus seiner Heimat Langenthal das Merkker
rocken. „Brachial und melancholisch“, bezeichnet der Drummer den Stil seiner seit 2000 bestehenden Band – so genannter „Noisecore“. „Es ist immer schön, das eigene Album dem Publikum zu präsentieren“, sagt Remo Roeschli im Hinblick auf sein Heimspiel. Besonders nervös mache ihn der Gedanke, vor so vielen bekannten Gesichter zu spielen, aber nicht. Er ist der einzige der vier „Palmer-Gielen“, der in Baden lebt. Und dies nun schon seit 8 Jahren.

Wenn er von seiner Band und dem neuen Album erzählt, spührt man die Leidenschaft und Hingabe, mit der sich Roeschli der Musik widmet. Sichtlich stolz ist er daher auch auf das Debut-Album von Palmer, welches nach langer und harter Arbeit seit November erhältlich ist. Die mit neun hammerharten und vielschichtigen Songs bestückte Platte
„This one goes to eleven“ (in Baden erhältlich bei Zero Zero), ist ein unvergleichliches Werk. „Wir konfrontieren die Leute mit vielen verschiedenen Stilelementen“, sagt Roeschli, möchte den Sound aber nicht als zu komplex für das „normale“ Hardcore- oder Metal-Publikum bezeichnen. „Bei unseren Songs weiss man einfach nie, was als nächstes
kommt oder was noch alles passieren kann“, erklärt er. Gemeinsam mit Sänger Steve Diener, Gitarrist Jan Wälchli und Bassist Ulrich Heiniger hofft der Badener Drummer nun auf viele weitere Konzerte – das Album
soll ihnen dabei für etwas Rückenwind sorgen. „Bis jetzt haben wir bereits einen recht guten Absatz von „This one goes to eleven“. Besonders dafür, dass diese Szene in der Schweiz nicht besonders gross ist“, freut sich Roeschli und fährt fort: „Grundsätzlich möchten wir aber einfach so viel wie möglich live spielen.“ Dazu werden Palmer dann im kommenden April jede Menge Gelegenheit haben, dann gehen sie gemeinsam mit der Band „The Orange Man Theory“ auf Tour durch Italien, Frankreich und Belgien.

Veranstaltungshinweis:

Palmer, Die By Design, Lies behind the Smile

Live am 8.dez.07 im Merkker Baden ab 21:00uhr

Berner Zeitung

Palmer: Tierisch laut abgerockt

Nadja Noldin

Die Langenthaler Band Palmer ist wild, melodiös und intensiv. Und sie ist vor allem eines: laut. Am Samstag war CD-Taufe.

Ohropax rein und ab gehts. Die rund 80 Metalfans kriegen die volle Dröhnung ab, Palmer gibt Vollgas und dreht voll auf. Der Sound ist energiegeladen, intensiv, unbändig, hart. Frontmann Steve Diener schreit sich die Seele aus dem Leib. Der Rest der Band, Gitarrist Jan Wälchli, Bassist Ueli Heiniger und Drummer Remo Röschli, umgeben das inbrünstige Geschrei mit temporeicher, heftiger und melodiöser Musik. Chaos und Einklang gehen eine abwegige Beziehung ein. Mit wenig Worten lässt sich Palmers Stil kaum umschreiben. Die Band selbst nennt das, was sie produziert, «Palmernoise». Und eins ist Palmer wirklich: tierisch laut. Auf die Vorband Sludge aus der Romandie indes scheint nur ein Wort zuzutreffen: brachial. Der Rest ist Staunen darüber, wie Lärm irgendwie doch auch Musik sein kann.

Für Palmer ist das Konzert im Kleintheater Langenthal ein Heimspiel. Und eine CD-Taufe. Ohne grosse Zeremonie wird das Debütalbum auf den Namen «This one goes to eleven» getauft. «Nach sieben Jahren haben wirs endlich geschafft», freut sich Steve Diener. Dann heisst es wiederum Ohropax rein. Das Publikum geht ab. Haare wirbeln durch die mit Zigarettenrauch geschwängerte Luft. In den vorderen Rängen ist Headbanging angesagt. Genickstarre und Ohrensausen (für die Nicht-Ohropaxtragenden) sind vorprogrammiert. Trotzdem, den Metallern gefällts so sehr, dass sie Palmer am Schluss nicht gehen lassen wollen. «Spielt noch eins», rufen sie unnachgiebig auch nach der zweiten Zugabe.

Music.ch

Review: Palmer – This one goes to eleven

Rolf Zellweger (roz)

Stimmungsvoll und reif

“This One Goes To Eleven” heisst das Debütalbum der Metalcore-Gruppe Palmer. Aufnahmeregie führten VO Pulver und Franky Winkelmann. Die CD hat zwar nur 9 Songs, der letzte heisst aber Eleven. “This One Goes To Eleven” wird auch kaum eine Chartplatzierung auf Platz 11 erreichen. Das liegt aber nicht am Können der Gruppe, sondern vielmehr an ihrem Stil, der hierzulande wohl nie einen Radioäther verlassen wird.

Das Quartett bezeichnet seinen Sound als Mischung aus Metal, Sludge und Post-Hardcore mit Jazz-Elementen. Tatsächlich ist Abwechslung angesagt. Es dominieren zwar brettharte Gitarren und krächzende Growls. Aber Palmer können mehr. Immer wieder unterbrechen sie ihre Hardcore-Gewitter mit geschmackvollen Einlagen. Stellenweise erinnert das ein wenig an die Deftones. Die Produktion hat mächtig Druck und lässt keine Wünsche offen. Die Songs sind stimmungsvoll und erstaunlich reif. Das Ganze ist gekonnt in Szene gesetzt, sauber gespielt und extrem aggressiv.